Ski-Rüstzeit in Österreich vom 2.–8. Februar 2014

Noch vor 1400 Uhr am Sonntag trafen wir alle ein in der Talstation Lager Walchen von wo aus  wir durch Militär-Kfz zum Lager Wattener Lizum auf ca. 2200 m gebracht wurden. Alle drei Hauptkonfessionen waren vertreten, Protestanten, Katholiken und Orthodoxe. Wegen eines Examens am Montag Morgen traf die starke Polnische Delegation der Marine-Akademie erst am Dienstag in den Morgenstunden ein. Insgesamt waren wir 24 internationale Teilnehmer aus 7 verschiedenen Ländern, obwohl leider alle Franzosen und Niederländer in letzter Minute absagen mußten.
Die Rüstzeit war auch dieses Jahr wieder perfekt vorbereitet und organisiert. Sie war in vieler Hinsicht sehr gesegnet: Guter und ausreichender Schnee, keine auch noch so kleine Verletzung, meist Klasse Wetter mit strahlend blauem Himmeloder zumindest sonnigen Abschnitten. Als einen Morgen Schneesturm war, beteten wir in der Andacht vor dem Frühstück und der Wind ließ nach, so daß die Lifte laufen konnten wie geplant. Am letzten Tag konnten von den Ski-Anfängern alle bis auf einen auch den großen und steilen Hang abfahren.
Der neue Veranstaltungsort war hervorragend: Sehr gute Verpflegung, die Skilifte direkt in Lagernähe und alles auf dem Hochgebirgs-TruppenÜbPl bei Innsbruck.
Das Thema der Rüstzeit war „Umgang mit Veränderungen“ und war für alle hochinteressant. Der Eingangsvortrag zum Thema vom katholischen Generalvikar war eine sehr gute Grundlage für die folgenden Beiträge. Unter ihnen war „Das Beispiel der Maria“ (gem der „Verkündigung“ Lk 1,26-38) sowie „Umgang mit unliebsamen Veränderungen“ („Paulus und Silas im Gefängnis“ Apg 16,22-36) aber vor allem Vorträge und Diskussionen zum Großen Gebiet wie man christlichen Glauben und Dienst in den Streitkräften verbinden kann.
Der Höhepunkt war zweifellos der Abschlußgottesdienst in der Lagerkapelle auf dem Berghang über dem Lager. Versehen mit Fackeln kämpften wir uns zu Fuß durch Tiefschnee hinauf zum stilvollen Gebäude. MilDekan Johannes Dopplinger predigte zu 1.Mos 50,20 „Ihr gedachtet es böse mit mir zu machen, aber Gott gedachte es gut zu machen, um zu tun, was jetzt am Tage ist, nämlich ein großes Volk am Leben zu erhalten“. Der Rumäne Inonut-Adrian Vlad führte uns im abschließenden gemeinsames Gebet und Fürbitte.
Es war insgesamt ein großartiges Ereignis und alle deutschen Teilnehmer baten dringend um Einladung für die Rüstzeit nächsten Jahr.