Jahresrüstzeit (mit MV) in Meinerzhangen, 02. – 05.05.2019

Gott aber kann machen, dass alle Gnade unter euch reichlich sei, damit ihr in allen Dingen allezeit volle Genüge habt und noch reich seid zu jedem guten Werk. 2. Kor 9,8

„Gottes Gnade"
Welche Rolle spielt sie? Wie viel trauen wir ihr zu, wie weit vertrauen wir ihr? Worin will Gott unsere eigenen Möglichkeiten stärken?

Nachdem Rolf v. Uslar uns schon Anfang des Jahres die Termine für die Rüstzeiten geschickt hatte, begann ich darüber nachzudenken, ob das passt. Sehr schön, langes Wochenende, ein Tag mehr zur Verfügung. Das klingt doch gut! Da ich aufgrund einer OP in 2017 in dem Jahr an keiner und in 2018 nur an einer Rüstzeit teilnehmen konnte, freute ich mich sehr auf das Wiedersehen mit den vielen liebgewonnenen Menschen! Da meine Tochter Anna, die derzeit in Moritzburg ihr Studium für Gemeindepädagogik absolviert, auch schon mehrere Jahre nicht mehr teilgenommen hatte, fragte ich sie, ob sie mitwolle und ob sie das mit ihrem Studium vereinbaren könne. Wir haben uns dann darauf verständigt, dass wir uns auf dem Autohof Bad Nenndorf bei Barsinghausen an der A2 treffen, ein Auto stehen lassen und mit dem anderen weiterfahren.

Die Anreise dauerte somit länger als sonst, wir erreichten erst gegen 20:30 Uhr die Unterkunft. Wir brachten unser Gepäck auf unser Zimmer und begaben uns in den Gemeinschaftsraum. Dort waren über 40 Teilnehmer angereist und gerade mit der Vorstellungsrunde fertig. Der Militärpfarrer, Martin Hüfken, stellte das Programm vor. Als wir hereinkamen, standen sofort einige Mitglieder auf, um uns persönlich zu begrüßen. Ich habe lange nicht mehr so viel Herzlichkeit gespürt wie in diesem Moment. Dafür waren wir sehr dankbar. Nachdem dann Pastor Hüfken seine Programmvorstellung beendet hatte, ging es in den gemütlichen Teil des Abends über. Viele gute Gespräche fanden statt und das eine oder andere Gläschen wurde noch geleert.

Den nächsten Tag starteten wir mit einer Morgenandacht. Danach beschäftigten wir uns mit dem Thema „Gnade“. Pastor Hüfken gab eine Einführung und danach arbeiteten wir bis Mittag in Gruppen. Eine der stärksten Aussagen, die mir mit dem Thema in Erinnerung geblieben ist, lautet: Wenn ich mit meinem Willen in Gottes Willen eintauche, dann ist das Gnade!

Nachmittags stand die Mitgliederversammlung auf dem Plan. Den Abend verbrachten wir dann wieder in der gemütlichen Bar des Hauses mit intensiven Gesprächen. Der Samstagvormittag gestaltete sich wie der vorherige Tag. Am Vormittag Andacht und Gruppenarbeit, der Nachmittag wurde dann entgegen der eigentlichen Planung ein wenig umgestaltet. Wir hatten einen spannenden Video-Online-Kontakt mit Axel v. Freymann, der gerade im Irak im Einsatz weilt. Außerdem hörten wir noch einen interessanten Vortrag über die Israelreise der COV aus dem Herbst 2018.

Da keine kleineren Kinder mitgereist waren, gestalteten wir unsere traditionelle Fackelwanderung ein wenig anders. Björn Hoyme hatte für uns einen ansprechenden Platz erkundet, an dem wir uns dann versammelten und Pastor Hüfken dort eine Andacht hielt. Leider verkürzte das stürmische und kalte Wetter die so schon kurz angelegte Wanderung.

Anschließend fanden sich die meisten Teilnehmer zu einem gemütlichen Plauschabend im Kaminzimmer zusammen. Bei Wein und Bier und intensivem persönlichen Austausch klang der letzte Abend aus. Einige jüngere Teilnehmer nutzten die vorhandene Kegelbahn für ihre Aktivitäten.

Der Sonntagmorgen brachte uns dann mit dem Räumen der Zimmer schnell in die traurige Erkenntnis, dass mal wieder die Rüstzeit viel zu schnell vergangen war.

Der gemeinsame Gottesdienst vereinte noch einmal die Gemeinschaft. Ein sehr schöner und intensiver Gottesdienst mit einer beeindruckenden Predigt von Pastor Hüfken. Sie bestach, wie auch seine Aussagen zum Thema, durch klare und aussagestarke Äußerungen. So die Dankesworte von Rolf v. Uslar an Pastor Hüfken.

Nach dem gemeinsamen Mittagessen starteten wir alle unsere Heimreisen, in der Hoffnung, dass wir uns auf der Herbstrüstzeit wiedersehen.

An dieser Stelle möchte ich meinen Dank aussprechen an alle, die an der Planung und Durchführung dieser Rüstzeit beteiligt waren, ganz besonders an Rolf v. Uslar, der trotz seiner dienstlichen Verpflichtungen diese Rüstzeit durchgeführt hat. Auch ein herzlicher Dank an Sascha Zierold, der für uns die neue Unterkunft gefunden und gebucht hat.

Die Unterkunft hat ein sehr schönes Ambiente, gute Zimmer und nach Aussagen vieler Teilnehmer eine sehr gute Küche! Möge der Herr uns im Herbst wieder zusammenführen!

Heino Wessel, Hptm d. R.