Familienrüstzeit vom 30.11. – 02.12.2001

"Beten – was ist das?" Mit diesem vielversprechendem Thema, mehr über das Beten zu erfahren und zum gemeinsamen Austausch darüber waren 33 Erwachsene und 14 Kinder und Jugendliche am Wochenende zum 1. Advent im CVJM Freizeitheim "Der Sunderhof" in der Nähe von Hamburg zusammengekommen. Alle waren nach den Erfahrungen der letzten Male sehr erfreut, diesmal in einer solch großen Gruppe zusammen sein zu dürfen.

Nach einer herzlichen Begrüßung durch Norbert und Christina Dittmann waren die Zimmer schnell gefunden: Ein buntbemaltes Blatt mit dem jeweiligen Namen des "Bewohners" war an die Tür geheftet und ein Schokoladetäfelchen auf dem Kopfkissen half über den ersten Hunger hinweg, bis wir uns zum Abendessen trafen.

Statt des Militärpfarrers, der bei den letzten Malen die Rüstzeit geleitet und jetzt kurzfristig abgesagt hatte, führte uns diesmal größtenteils Norbert Dittmann durch das Thema.

Militärpfarrer Johannigmann aus Appen war freundlicherweise für seinen Kollegen eingesprungen, begleitete die Tagung und stand, wenn nötig, mit Rat und Tat zur Seite.

Nach der Vorstellung der Teilnehmer, deren Wohnorte anschaulich auf einer geographischen Karte dargestellt worden waren, wurde jedem ein brillant ausgearbeitetes "Papier" von 27! ansprechend gestalteten DIN A4 Seiten zum Rüstzeitthema "Gebet - was ist das?" in einem Schnellhefter überreicht und eine erste Einführung in das Thema gegeben. Ein gemütliches Beisammensein rundete den Abend ab.

Auch der Sonnabend war ganz dem Thema Gebet gewidmet.

Zuerst wurde das Vaterunser mit Bildern und Texten vorgestellt. Ein großer Fragenkatalog begleitete uns in die Kleingruppen, in denen sehr angeregt versucht wurde, wenigstens einige Fragen zu beantworten, deren Ergebnisse später im Plenum vorgetragen wurden.

Der Nachmittag verlief ähnlich: Nachdem uns aus dem gleichnamigen Buch von Derek Prince "Das Gebetsorchester" vorgestellt worden war, verliefen die Diskussionen in den Gruppen noch weitaus lebendiger als vormittags. Sie entzündeten sich besonders an dem letzten von den zwölf Instrumenten des Orchesters als dem Instrument des "Verfluchens", wie es Jesus im Matthäus-Evangelium 21,19 – 22 an seine Jünger weitergibt. Das wurde auch später beim Zusammentragen der Ergebnisse deutlich, bei dem sich niemand damit identifizieren konnte. Es wurde vorgeschlagen, weiterhin bis zum nächsten Jahr über diesen "Punkt" nachzudenken.

Ein gemütlicher Kaminabend folgte, bei dem auch das Angebot, ein Adventsgesteck zu basteln, von manchen in die Tat umgesetzt wurde. Andere vertieften in Gesprächen das Thema oder widmeten sich persönlichen Fragen.

Am Sonntag gestaltete uns Militärpfarrer Johannigmann einen feierlichen Abendmahlsgottesdienst, auf den wir durch eine von Hand zu Hand gehende Christus Ikone und ein altes Gebetbuch eingestimmt worden waren.

Bei unserem Abschlussgespräch konnten wir feststellen, wie sehr uns die geistliche Gemeinschaft wieder einmal gestärkt und für den Alltag ausgerüstet hatte. Herzlichen Dank an alle, die durch ihre Hilfe und Mitarbeit dazu beigetragen haben!

Beim Abschied nach dem Mittagessen konnten wir zwar nicht den Gruß austauschen: "Bis nächstes Jahr in Jerusalem", aber immerhin mit der Aussicht, uns spätestens bis zur nächsten Rüstzeit im "Sunderhof" vom 22. – 24. 11. 2002 wiederzusehen.

Anne-Maria Kreye