„Der Heilige Geist wirkt heute noch, wenn wir ihm Raum geben“

Diese Erfahrung machten wir Teilnehmer auf der diesjährigen CoV-Jahrerrüstzeit unter dem Thema „Was bedeutet Pfingsten für uns heute“ im Bibel- und Erholungsheim „Hohegrete“ in Pracht, WW (bei Hamm an der Sieg).

Schon alleine, wie wir nach „Hohegrete“ kamen, ist nicht alltäglich, zumal nur wenige Teilnehmer vorher mit diesem Heim etwas anfangen konnten. Auf Grund eines Buchungsfehlers konnte die Rüstzeit nicht wie geplant im „Franz-Dohrmann-Haus“ in Marienheide stattfinden. So stand der Vorstand im Februar ohne Tagungsstätte da, bis man auf „Hohegrete“ (das Heim liegt auf dem Gelände der ehemaligen Erzgrube gleichen Namens) aufmerksam wurde. Axel v. Freymann und Sven Schmitt fuhren am 15.03. dorthin und wurden sich mit der Heimleitung einig, so dass der RZ nun nichts mehr im Wege stand.

Am Freitag trafen dann bis zum Abend die Meisten von uns ein. Die Wenigen, die „Hohegrete“ von früher her kannten, waren sich einig, dass in vielen Dingen dort irgendwie die „Zeit vorüber gegangen ist“, ohne dass sich Wesentliches geändert hatte. Viele der Anderen mussten sich an die relative Abgeschiedenheit und die kurvenreiche, teiweise enge Straßenführung des Westerwaldes  und des Siegerlandes (von der Sauerlandlinie her kommend) gewöhnen. Aber alles Äußerliche trat schon in der Einführungs- und Vorstellungsrunde in den Hintergrund.

Von Anfang an wirkte Gottes Geist in die Gemeinschaft, als Friedemann Schmidt seinen Amtsbruder MilPr Gerrit Degenhardt von der MUS Plön vorstellte, der die RZ leitete. Da Friedemann und seine Frau Stephanie in wenigen Wochen nacheinander in den Einsatz gehen, wurde er anschließend mit vielen Segenswünschen für Beide verabschiedet.

In der Bibelarbeit am Samstagmorgen über Apg. 2 geschah zwar kein „Brausen vom Himmel“ und es kamen auch keine „Feuerzungen“, aber der Heilige Geist war deutlich spürbar. Wir konnten das damalige Geschehen selber nachempfinden und gleichzeitig spürten wir, wie wichtig es ist, dass wir uns dem Wirken des Heiligen Geistes immer wieder neu öffnen.

Die 2. Bibelarbeit am Spätnachmittag über 1. Kor. 12 (die Geistesgaben) baute Pfr. Degenhardt auf dem Vormittag auf. In dem intensiven Gespräch wurde sehr deutlich, dass Pfingsten nicht einmalig war, sondern immer wieder stattfindet, wenn wir Gottes Geist Raum geben.

Zwischen diesen 2 Bibelarbeiten war die Jahreshauptversammlung der CoV eingebettet. Neben der finanziellen und inhaltlichen Rückschau auf das vergangene Jahr, wurden die Vorschläge und Haushaltsansätze für 2016 und die Rüstzeitplanung bis 2017 vorgestellt und verabschiedet. Für 2018 wird eine Israelreise geplant. Insgesamt ist derzeit die Kassenlage bei leicht ansteigender Mitgliederzahl stabil. Kassenwart Christoph-Otto Ciliax schied mit großem Dank aus dem Amt aus. Für ihn wurde der bisherige Rechnungsprüfer Rudi Schindele einstimmig in dieses Amt gewählt. Aus dem Beirat verabschiedete sich Gerhard Keiser, der aber weiterhin den Leitungsgremien mit seiner Erfahrung zur Seite steht. Für ihn rückte Bernd Gänslein in den Beirat nach. Bzgl. der Mitgliederentwicklung dürfen wir jedoch nicht nachlassen, vor allem auch jüngere Soldaten/-innen mit der Frohen Botschaft bekannt zu machen. Insbesondere die Unteroffziers- und Mannschafts-dienstgrade wollen wir verstärkt erreichen.

Die abendliche Fackelwanderung band dann auch die Kinder mit in unsere Gemeinschaft ein. Während der übrigen Zeit bekamen wir sie nur sporadisch und zu den Mahlzeiten und den Schlaf-zeiten zu sehen. Dies beweist natürlich, wie wohl sich die Kids in ihrem eigenen Betreuungsprogramm fühlen, wobei die Fackelwanderung bei ihnen oben an steht. Den Kinderbetreuern sei dafür ein herzliches Dankeschön ausgesprochen. Dieser Dank gilt auch Pfarrhelfer Gerd Helmes für die Organisation des Grillabends sowie der Getränke, die nicht vom Haus gestellt wurden und der kompletten Abrechnung der RZ. Er beendete extra wegen uns vorzeitig die jährliche Pfarrhelfer-konferenz in Wittenberg.

Nach dem sonntäglichen Abendmahlsgottesdienst und dem Reisesegen stärkten wir uns noch einmal beim gemeinsamen Mittagessen für die Heimreise. Dann hieß es Gott befohlen und Tschüss bis zum nächsten Mal.