CoV-Sommerrüstzeit „Schwanberg“ in Rödelsee bei Kitzingen

„Ich bin der Weinstock, ihr seid die Reben. Wer in mir bleibt, und ich in Ihm, der bringt viel Frucht; denn ohne mich könnt ihr nichts tun.“ Johannes 15, 5

Unter diesem Leitthema versammelte sich ein großer Teil der CoV-Mitglieder im „Geistlichen Zentrum Schwanberg“ in Rödelsee bei Kitzingen. Der Treffpunkt war sowohl geistlich als auch geographisch gut gewählt, denn der Schwanberg mit Schloss und „Geistlichem Zentrum“, ist an seinem Fuß von Weinbergen umgeben. Leider gestaltete sich die Anreise am Freitag Nachmittag für alle die aus Richtung Frankfurt über die A3 kamen als sehr langwierig, da durch die Großbaustelle im Spessart und Unfälle der Verkehr auf der Autobahn von der Abfahrt Lohr bis nach Wertheim zeitweise stillstand – zumindest für diejenigen, die nicht mehr früh genug ausweichen konnten. Zudem trafen einige auf Grund ihres späten Dienstzeitendes erst recht spät ein.

Diese Umstände wurden aber durch die herzliche Aufnahme von den hier ansässigen Schwestern der „Communität Casteller Ring“, einer ev. Gemeinschaft die nach den Regeln Benedikts von Nursia lebt – mehr als wettgemacht. In der Andacht nach dem Abendessen wurden wir dann von Friedemann Schmidt in die Thematik eingeführt. Zu Friedemanns Bedauern konnte ert am Samstag nicht dabei bleiben, da er zu einer nicht verschiebbaren Trauung in die Eifel zurück musste.

Die Bibelarbeit am Samstag Morgen behandelte dann den Leitvers im Zusammenhang mit dem gesamten Abschnitt Joh. 15,1-8 im biblischen Gesamtkontext. Die „unterschiedlichen“ Ergebnisse der 4 Arbeitsgruppen wurden zum Abschluss im Plenum zusammen gefasst, und werden von Sascha Zierold im nächsten Sternbrief veröffentlicht.

Die Besichtigung des Castell´schen Weingutes nachmittags im nahegelegen Castell, hatte Georg-Friederich zusammen mit seinem Vetter, dem Fürsten von Castell-Castell organisiert. Die Führung durch Graf Wolfgang von Castell-Castell in Vertretung des Fürsten, war ein wirkliches Highlight, das von einer Weinprobe gekrönt wurde, und die Aussagen des Bibeltextes verstärkten.

Den Abschluss des Nachmittags machte dann der Leiter der „Jüdisch-Messianischen-Ge-meinde“ Nürnberg Dr. Nikolay Krasnikov, der sehr stark auf unsere jüdischen Glaubenswurzeln und unsere Glaubensgemeinsamkeit hinwies. Zuvor hatte Georg-Friederich Dr. Krasnikov um Vergebung für die Gräuel an den europäischen Juden in der Nazizeit gebeten. Es sollte uns aber zu denken geben, dass jüdisch-messianische Gemeinden und Menschen von großen Teilen der EKD heute abgelehnt und ausgegrenzt werden.

Der Grillabend, unterbrochen durch eine kurze Wanderung im Schlosspark zur Abendan- dacht bei herrlichem Sonnenuntergang, wurde zu regem Gedankenaustausch bis weit in die Nacht genutzt. Auf Grund der hohen Waldbrandgefahr konnten aber keine Fackeln entzündet werden.

Unsere teilnehmenden Kinder wurden von Donata v. Freymann und Matthias Köhnke vorbildlich betreut. Das Schwimmen im fürstlichen Swimming-Pool in Castell wurde trotz der kühlen Wassertemperatur ebenso gerne genutzt, wie die Einladung einer anderen Jugendgruppe im Jugendhof der Communität. Beiden sagen wir ein herzliches Dankeschön.

Sonntagmorgen feierten wir dann gemeinsam mit den Schwestern der Communität, an- deren anwesenden Gruppen und Einwohnern der umliegenden Dörfer einen gesegneten Abendmahlsgottesdienst, der von Sascha Zierold in der Schriftlesung und von Donata v. Freymann musikalisch mit der Querflöte mitgestaltet wurde.

Nach Friedemanns Reisesegen und dem anschließendem stärkendem Mittagessen, sagten wir dann „Auf Wiedersehen“, in der Hoffnung, dass dies nicht die letzte Rüstzeit dort war.