CoV-Rüstzeit in Ratzeburg 27.–29.06.2014

Schutz unter Brücken! Nein, wir lebten nicht als Clochards unter der Brücke, aber wir fanden Schutz vor plötzlichem Regenguß und Gewitter als wir in unseren Kanus auf dem Ratzeburger See schipperten.

"Wir", das waren knapp 40 Personen, darunter auch 14 Kinder und Jugendliche, die sich im "CVJM Freizeit- und Segelzentrum" mitten in der Ratzeburger Altstadt beim Dom zusammengefunden hatten. Es waren einige CoV Mitglieder, den Schwerpunt oder auch die Mehrzahl bildeten die Angehörigen der Führungsakademie mit ihren Familien. Nach der Kennenlern- und Aufwärmphase am Freitag Abend waren wir uns am nächsten Tag schon nicht mehr ganz fremd.

Den Samstag Vormittag hatten wir uns intensiv fast drei Stunden mit dem Gleichnis vom "Verlorenen Sohn" (Lukas 15, 11 - 32) befaßt. Wir hatten Gottes Liebe nachspüren können, auf unser Leben beziehen und in unserem Lebensweg entdecken dürfen. Das Gleichnis wurde nicht „serviert, versehen mit einer bindenden Auslegung“, sondern es konnte und sollte ohne Vorprägung zu jedem Einzelnen selbst sprechen, ihn anrühren und erstaunen. Es waren sehr intensive und erfüllende Stunden. Wahrscheinlich waren sie in diesem Fall auch deshalb so besonders fruchtbar, weil wir getrennt nach Frauen und Männern arbeiteten. Das kann zuweilen hilfreich sein.

Nach dem geistlich und geistig intensiven Vormittag wagten wir uns nach dem Mittagessen in die Kanus, sogar mit den ganz kleinen Kindern. Beim Umrunden der Insel, auf der die Altstadt mit dem Dom liegt, überraschte uns dann ein kräftiges Gewitter. Es war alles geboten: Blitze Donner, Regengüsse und heftige Böen. Zum Glück waren alle Boote in der Nähe einer der Brücken, die die Altstadtinsel mit dem Festland verbinden. So konnten wir ausnahmslos vor den Naturgewalten und deren Gefahren Schutz suchen, bis die Wolken sich wieder verzogen; alles war nicht nur für die Kinder ein nachhaltiges Erlebnis.

Nachdem das Unwetter schnell vorüberging konnte der geplante Grillabend stattfinden mit viel Raum für Geselligkeit aber auch Gelegenheit die Fußball-WM (Costa Rica - Griechenland) zu verfolgen.

Der Abschluß und ein weiterer Höhepunkt war der Familiengottesdienst am Sonntagmorgen. Die Kinder konnten zeigen, was sie gebastelt hatten und für die Erwachsenen war es ein Ausblick auf Grundlage des Rüstzeit-Themas.

Die Tagung war geleitet von MilDekan Hartwig von Schubert, der MilPfarrer der FüAk. In behutsamer, immer taktvoller und der ihm eigenen zurückhaltenden Art regte er an und öffnete Perspektiven. Perfekt vorbereitet, durchgeführt und angeleitet wurden wir von OTL Henning Klement. Anna und Liria haben sich nach professioneller Vorbereitung intensiv und gekonnt um die kleinen Kinder gekümmert und dadurch den Eltern viel Freiraum geschaffen. Es war ein rundum eindrucksvolles Wochenende. Kein Wunder, daß eine mögliche Wiederholung ausdrücklich gewünscht wurde.