CoV-Rüstzeit in Israel, 26.10. – 04.11.2018

Notizen zu zehn Tagen im Heiligen Land.

Eine Annäherung an das vierte Evangelium und an historische Wurzeln unseres Glaubens mit MilDek Dr. v. Schubert (Hamburg II).

 

1. Tag

Und das Wort ward Fleisch und wohnte unter uns Joh 1,14

Anreise der Teilnehmer aus allen Ecken Deutschlands (Hamburg, Berlin, Frankfurt, München). Landung auf dem Flughafen Tel Aviv - Ben Gurion.

Danach erste gemeinsame Abendandacht. Im Synagogenraum unseres Hotels!

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2. Tag

Und am folgenden Tag kam er nach Cäsarea. Kornelius aber wartete auf sie und hatte seine Verwandten und nächsten Freunde zusammengerufen. Apg 10,24

Was für ein wunderbares Geschenk!

Gleich die allererste Station unsere Rüstzeit im Heiligen Land führt uns nach Caesarea Maritima, dem Lebensort unseres Namenspatrons, des römischen Hauptmanns Cornelius.

Des ersten bezeugten „Heidenchristen“ und ersten getauften, christlichen Offiziers.

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3. Tag

Da stand der König auf und setzte sich ins Tor. Und man sagte es allem Kriegsvolk: Siehe, der König sitzt im Tor. Da kam alles Volk vor den König. 2 Sam 19,9

Israelitisches Tor und kanaanäisches Tor in Tel Dan (dem biblischen Lajisch; Ri 18,14) --> Rechtsprechung und Regierungsführung in alttestamentarischer Zeit.

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4. Tag

Der Wind bläst, wo er will, und du hörst sein Sausen wohl; aber du weißt nicht, woher er kommt und wohin er fährt. So ist ein jeder, der aus dem Geist geboren ist. Joh 3,8 - Predigttext

Gottesdienst am Ufer des See Genezareth unter Blätterdach (und mit frischer Seebrise).

Gottes Wort hören, Gottes Schöpfung genießen, Gemeinschaft erleben. Der HERR gibt so reichlich...

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5. Tag

Und der Engel sprach zu ihr: Fürchte dich nicht, Maria! Du hast Gnade bei Gott gefunden. Siehe, du wirst schwanger werden und einen Sohn gebären, dem sollst du den Namen Jesus geben. Lk 1,30-31

Griechisch-orthodoxe und römisch-katholische Kirche der Verkündung des Herrn in Nazareth.

Vielfalt des Glaubens: Suchende aus aller Herren Länder, viele Sprachen, viele Glaubenstraditionen, viele Wege, Unterschiede in unzähligen Einzelfragen, aber ein Ziel --> Christus!

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6. Tag

Und sie kamen zu einem Garten mit Namen Gethsemane. Und er sprach zu seinen Jüngern: Setzt euch hierher, bis ich gebetet habe. Und er nahm mit sich Petrus und Jakobus und Johannes und fing an zu zittern und zu zagen und sprach zu ihnen: Meine Seele ist betrübt bis an den Tod; bleibt hier und wachet! Mk 14,32-34

Jahrhunderte alte Ölbäume am Fuße des Ölberges. Sie haben die Zeiten der Aufklärung gesehen, die der Reformation, ja vielleicht sogar die der Kreuzfahrer. Wie kurz ist im Vergleich dazu die Spanne eines Menschenlebens.

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7. Tag

Ihr seid meine Freunde, wenn ihr tut, was ich euch gebiete. Ich nenne euch hinfort nicht Knechte; denn der Knecht weiß nicht, was sein Herr tut. Euch aber habe ich Freunde genannt; denn alles, was ich von meinem Vater gehört habe, habe ich euch kundgetan. Joh 15,14-15

Bibelarbeit auf dem christlichen Zion: „Freunde Gottes" --> was für ein großartiges Geschenk welches uns Christus hier macht. Mehr Liebe, Offenheit und Geborgenheit ist kaum vorstellbar.

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8. Tag

Das Gras verdorrt, die Blume verwelkt, aber das Wort unseres Gottes bleibt ewiglich. Jes 40,8

Heute stand unter anderem der Besuch des „Schreins des Buches“ im Israel Museum in Jerusalem an, in dem die Qumranrollen und der Codex von Aleppo aufbewahrt und in beeindruckender Architektur ausgestellt werden.

Über zweitausend Jahre alt und doch kein bisschen veraltet. Was für ein Geschenk des HERRN!

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9. Tag

Ich will dem Durstigen geben von der Quelle des lebendigen Wassers umsonst. Offb 21,6 - Jahreslosung 2018

Mitten im trostlosen, scheinbar unfruchtbarem Niemandsland tut sich uns plötzlich eine Oase auf - zwischen Wüste und totem Meer. Man kann sich fast bildlich die Szene zwischen David und Saul vorstellen (1 Sam 24).

Hier zeigt sich uns wieder einmal wie wunderbar die Schöpfung ist...

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10. Tag

Es sind noch viele andere Dinge, die Jesus getan hat. Wenn aber eins nach dem andern aufgeschrieben werden sollte, so würde, meine ich, die Welt die Bücher nicht fassen, die zu schreiben wären. Joh 21,25

Beeindruckend, begeisternd, bedrückend, inspirierend, lehrreich, verstörend, geschwisterlich, beglückend, aufwühlend...

Zehn Tage lang haben wir versucht gemeinsam Quellen unseres Glaubens zu erschließen, das vierte Evangelium besser verstehen zu lernen und uns der Geschichte und Gegenwart des Heiligen Landes zu nähern.

Wunderbar war es!

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Und das Wort ward Fleisch und wohnte unter uns. Joh 1,14

Unter Leitung, Anleitung und Begleitung durch MilDek Dr. v. Schubert haben wir versucht uns anhand von historischen Orten des Heiligen Landes den Wurzeln unseres Glaubens zu nähern. Geographisch, intellektuell und auch emotional.

Tägliche Bibel- und Glaubensarbeit hat uns dabei geholfen einen vertieften Zugang zu grundlegenden (biblischen) Texten, insbesondere zum vierten Evangelium, zu erhalten. 

Manches können wir nun besser begreifen, einiges konnten wir zumindest "erspüren", vieles bleibt dennoch jenseits wirklichem Verstehens. Eines ist aber sicher: Es ist ein faszinierendes Land!