Bericht zur Segelfreizeit September 2001

Zur Segelfreizeit der Corneliusvereinigung unter dem Motto "Kurs finden und Kurs halten" hatten sich sechs Teilnehmer angemeldet. Die CoV hatte dazu eine niederländische Tjalk, ein 1892 gebautes Frachtschiff mit dem passenden Namen "L'Arche de Noe" angemietet.

Am Sonntag, den 9. September 2001, trafen alle Teilnehmer abends in Stavoren, einem ehemaligen Hansestädtchen, ein. Das Schiff wurde beladen und nach der Vorstellungsrunde die Kojen bezogen - da die "Arche Noah" für 16 Gäste ausgelegt ist, war reichlich Platz vorhanden.

Am nächsten Morgen fuhren wir auf den holländischen Kanälen nach Sneek, wegen des Wetters zunächst mit Motorkraft bevor wir das erste Segel setzten. Vorher gab's natürlich erstmal Theorie für die an Bord befindlichen Landratten ohne Segelerfahrung. Den schnellen Wetterwechsel lernten wir kennen - von sonnig bis böig - in einer herrlich flachen Landschaft!

Abends vor Anker durften wir Thomas Malzahns Kochkünste schätzen lernen, erkundeten die Stadt und suchten geistlichen Kurs. Doch davon später.

Am nächsten Morgen brachen wir - wie jeden Tag nach einer kurzen Andacht - nach Lemmer auf. Wir hielten uns immer noch in den friesischen Seen auf, setzten aber jetzt auch das Großsegel und fanden uns als Mannschaft in der Bedienung des Schiffes - unter Anleitung des "Maats Ninja", die es aus der Pfalz nach Friesland verschlagen hatte.

Von Lemmer führte uns am Mittwoch die Fahrt dann übers Ijsselmeer nach Enkhuizen, diesmal unter vollen Segeln und mit ordentlicher Fahrt. Enkhuizen ist ein größerer Hafen, das schöne und historisch interessante Städtchen erkundeten wir am Abend. Begeisternd waren die Segeleigenschaften unseres Bootes: Trotz seiner plumpen Bauweise fuhren wir manchen Yachten davon, auch wenn wir nicht alle Segel gesetzt hatten: Dabei konnte dieses ehemalige Frachtschiff unglaublich hoch am Wind segeln. Das Boot legte sich auch bei stärkerem Wind kaum über, obwohl es ohne Ballast fuhr und es schwankte auch bei Seegang nur sehr wenig: Seekrankheit war kein Thema in dieser Woche!

Der Dank gilt dabei natürlich auch dem Skipper Michiel Goeman und seinem Maat Ninja.

Am Donnerstag ging die Fahrt wieder übers Ijsselmeer nach Heeg und von da am nächsten Morgen zurück zum Ausgangshafen Stavoren.

Die praktischen Griffe des Segelns rundete Rainer Thorun mit seinen "Unterrichten in Segeltheorie" ab. Hans Wiedenmann führte jeden Abend durch die Bibelarbeit. Es ging um den "Kurs" von Abraham, Isaak und Jakob, den diese Menschen der Bibel mit Gott gingen - und was sich daraus für unseren Kurs ergibt.

Innerhalb der kurzen Zeit wuchsen wir schnell als Schiffsmannschaft zusammen. Aber am tiefsten beeindruckt haben doch unsere Bibelarbeiten mit den anschließenden Gesprächen jeden Abend. Sie waren der wirkliche Höhepunkt. Und das sehr persönliche "Für-Einander-Beten" am letzten Abend hat alle tief berührt und beschenkt. Hier konnte man die Anwesenheit Gottes besonders deutlich spüren.

Insgesamt war diese Art von Rüstzeit ungewöhnlich, aber sehr segensreich. Ein paar Teilnehmer mehr sollten es das nächste Mal aber schon sein!