Bericht über Oberst Herrmann Meyer in BW-Aktuell

Begegnung auf Augenhöhe! Oberst Hermann Meyer coacht Spitzenführungskräfte der Bundeswehr und setzt auf Perspektivenwechsel. Das Menschliche ist Oberst Hermann Meyer (Foto l.) besonders wichtig: „Die wertvollste Voraussetzung für ein gutes Arbeitsverhältnis ist das Begegnen auf Augenhöhe. Nur so kann ein menschen- und vertrauenbasiertes Führen gelingen“, sagt er. Seit einem Jahr begleitet der gebürtige Franke am Zentrum Innere Führung in Koblenz militärische und zivile Führungskräfte, dabei liegt der Schwerpunkt insbesondere auf dem Teamcoaching und der Beratung in Konfliktsituationen.


„Gerade wenn junge Menschen das erste Mal im Auslandseinsatz sind, kommt es zu schwierigen Situationen, auf die der Vorgesetzte vorbereitet sein muss: Die Soldatinnen und Soldaten werden permanent gefordert, sind weit weg von ihren Familien, leben auf engstem Raum mit anderen zusammen und haben wenig Privatsphäre. Dazu kommt dann noch die jeweilige Bedrohungslage und die Erlebnisse in Gefechten“, erklärt Meyer, der selbst schon an fünf Auslandseinsätzen teilgenommen hat. Für ihn ist das Vertrauen im Team essentiell. Er selbst vertraut zudem auf Gott und zieht daraus auch Grundsätzliches für seine Coachings. Das Wohlwollen anderen Menschen gegenüber etwa – Meyer geht es um ein gutes Miteinander, insbesondere auch bei seinen Coachings.

„Wir wollen den Spitzenkräften das Führen nicht neu beibringen – das können sie bereits. Es geht darum, das komplette Repertoire zur Anwendung zu bringen und die eigene Führungskompetenz zu fördern“, erklärt der 57-Jährige. So, wie es in der Wirtschaft auch üblich ist. „Häufig reicht es schon, die Perspektive zu wechseln, um den Führenden zu zeigen, wie sie wahrgenommen werden“, so Meyer. (fin)

 

Was ist ihr höchstes Gut?

Ich bin Christ. Das Vertrauen auf Gottes Nähe ist mir sehr wichtig und trägt mich.

Was ist Ihre größte Errungenschaft?

Wenn ich das als „Geschenk“ interpretieren darf: meine Frau und meine drei Söhne.

Wie können Sie am besten entspannen?

Beim Bergwandern mit Freunden oder Lesen.

Was treibt Sie an?

Das Wissen von gegenseitigem Vertrauen in meinem Team.

Welche Eigenschaften schätzen Sie an anderen Menschen am meisten?

Offenheit und Beharrlichkeit in der Zielführung.

Was mögen Sie an sich selbst nicht?

Gelegentliche Ungeduld und Impulsivität.

Welches Lied singen oder hören Sie gern?

Annie’s Song von John Denver.

Was wäre für Sie das größte Unglück?

Ein Kind zu verlieren.

Wozu können Sie nicht „Nein“ sagen?

Wenn jemand aufrichtig um Verzeihung bittet.

Wie lautet Ihr Lebensmotto?

Gemäß dem 37. Psalm, Vers 5: Vertrau dich dem Herrn an – er wird es richtig machen.