63. Gesamtkonferenz der ev. Militärseelsorge, 23. – 27.04.2018

„WIR.SIND.GEFRAGT.“

Unter diesem Motto fand die diesjährige Gesamtkonferenz in der Lutherstadt Wittenberg statt, an der ich - wie Militärbischof Rink es ausdrückte - in „Personalunion“ für den AK-Soldaten und die CoV teilnahm.

Der 23. und 24.04. waren von internen und organisatorischen Gesprächen innerhalb der Pfarrerschaft geprägt.

Ab dem 25.04. standen dann unter dem obigen Leitthema die Herausforderungen und Chancen für die Militärseelsorge in der sich ständig verändernden Bundeswehr zur Debatte. Den Vormittag füllten nach der Andacht zwei Impulse zu den Potentialen der Militärseelsorge, erstens aus Sicht des BMVg in der Bw, und zweitens aus einer theologischen Sicht in einer sich verändernden Kirche und Gesellschaft, aus. Beide Vorträge stellten die Bedeutung der seelsorgerlichen Begleitung durch die Militärpfarrer/-innen zu Fragen einer dienstlichen Ethik und verantwortungsvollen Führung, gerade auch angesichts des ständig steigenden Anteils nicht kirchlich oder konfessionell gebundener Menschen heraus.

Die nachmittäglichen Exkursionen waren der Geschichte und Gegenwart gewidmet. Der Festgottesdienst mit Bischoff Rink und der anschließende Empfang beendeten den formellen Teil des Abends, während der anschließende informelle Teil mit persönlichen Gesprächen der Teilnehmer mehr oder weniger lang dauerte – inkl. ChampionsLeague Übertragung.

Die Morgenandacht am 26.04. führte uns wieder in das Leitthema, das nun in sechs Workshops intensiv erörtert und diskutiert wurde. Zu unterschiedlichen Grundthemen galt es hier 3 Fragen zu beantworten:

  1. Welche Herausforderungen für die Militärseelsorge nehmen wir wahr?
  2. Was ist gute Praxis? Wo liegen unsere Potentiale und Chancen?
  3. Woran müssen wir weiterarbeiten? In welcher Form und durch wen kann das geschehen?

Das Mittagessen und das anschließende Programm für „Leib und Seele“ boten dann die Möglichkeit zur Regeneration für die Präsentation der Ergebnisse nach dem Kaffeetrinken.

Als Ergebnis stellten alle 6 Workshops übergreifen fest:

  1. dass die MilSeelsorge in der Truppe sehr gut wahrgenommen wird und gefragt ist,
  2. dass die Milseelsorge zur Persönlichkeitsbildung der Soldaten/-innen einen entscheidenden Beitrag leisten kann, weil gerade sie die nötigen Beiträge und dass seelsorgerliche Wissen erbringt, und 
  3. dass die MilSeelsorge die Grundlagen für die interkulturelle, ethische und lebenskundliche Bildung der Truppe leisten kann, weil wir als Christen Antworten haben.

Mit einem bunten Abend und vielen langen Gesprächen klang dann der Tag aus. Nach dem Reisesegen am Freitagmorgen hieß es dann „Gott befohlen“ (bis spätestens zur 64. GeKo 2019 in Wittenberg).